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Tollwut im Auslandspraktikum: Impfung und Erste Hilfe

MUDr. Amandeep Grewal
MUDr. Amandeep GrewalArzt, Co-Founder von travel4med
  • 8. September 2026
  • 14 Minuten
Tollwut im Auslandspraktikum: Impfung und Erste Hilfe

Tollwut im Auslandspraktikum: Impfung, Hundebiss und die ersten 15 Minuten

Wenn du für Famulatur, Pflegepraktikum oder PJ nach Sri Lanka, Nepal, Bali oder Sansibar fliegst, ist die Impfung gegen Tollwut vor der Abreise fast immer die richtige Entscheidung. Nicht wegen des Ansteckungsrisikos, das für Reisende gering ist, sondern wegen der Versorgung danach: Das Auswärtige Amt schreibt für Sri Lanka, Indonesien und Tansania wörtlich, dass Impfstoffe und Immunglobuline im Land nicht oder nur sehr begrenzt erhältlich sein können (Stand 08.09.2026). Wer vorgeimpft ist, braucht das Immunglobulin nach einem Biss gar nicht mehr. Dieser Guide zeigt dir, wann die STIKO die Impfung empfiehlt, wie das Schema läuft und was du in den ersten Minuten nach einem Biss tun musst.

Geschrieben von MUDr. Amandeep Grewal, Ärztin bzw. Arzt im travel4med-Team. Dieser Beitrag ersetzt keine reisemedizinische Beratung und keine ärztliche Behandlung.

Key Takeaways

  • Bei Tollwut gibt es nach Symptombeginn keine Therapie. Die Letalität liegt bei annähernd 100 Prozent, und eine kausale Behandlung existiert nicht (STIKO und DTG, Epidemiologisches Bulletin 27/2026, 02.07.2026).
  • Vorher impfen löst das Immunglobulin-Problem. Wer präexpositionell mindestens zwei Impfstoffdosen bekommen hat, braucht bei einer nötigen Prophylaxe nach dem Biss grundsätzlich kein Tollwut-Immunglobulin mehr. Genau das ist vor Ort oft nicht verfügbar.
  • Die ersten 15 Minuten entscheiden. Jede mögliche Kontaktstelle und jede Wunde wird mindestens 15 Minuten mit Seife gewaschen, gründlich gespült und dann mit 70-prozentigem Alkohol oder einem Jodpräparat behandelt.
  • Auch Affen zählen. Für Sri Lanka und Nepal nennt das Auswärtige Amt Affen ausdrücklich als Überträger, für Nepal zusätzlich ein landesweit hohes Risiko für Bissverletzungen durch streunende Hunde.
  • Die Grundimmunisierung braucht Vorlauf: drei Impfstoffdosen an den Tagen 0, 7 und 21 oder 28. Plane den ersten Termin also spätestens vier bis fünf Wochen vor dem Abflug.
  • Es geht voran: Die WHO hat am 04.09.2026 bestätigt, dass Bhutan die durch Hunde übertragene Erkrankung beim Menschen eliminiert hat, als erstes Land der WHO-Region Südostasien.

Was ist Tollwut, und warum ist sie zu fast 100 Prozent tödlich?

Tollwut ist eine vom Tier auf den Menschen übertragene Virusinfektion des zentralen Nervensystems, die eine schwere Gehirnentzündung auslöst und nach Symptombeginn praktisch immer tödlich endet. Ausgelöst wird sie von Lyssaviren; in 99 Prozent der Fälle überträgt ein Hund oder ein anderes hundeartiges Tier das klassische Rabies-Virus. Die Übertragung läuft über Speichel, also über Bisse, über das Belecken verletzter Haut oder über Speichel auf Schleimhäuten.

Die Inkubationszeit der Tollwut liegt im Schnitt bei zwei bis drei Monaten, in seltenen Fällen bei wenigen Tagen oder mehreren Jahren. Genau diese Spanne ist der Grund, warum eine Prophylaxe nach dem Kontakt auch noch Wochen bis Monate später sinnvoll sein kann. Sind die ersten Symptome da, führt die Erkrankung in der Regel innerhalb von 7 bis 10 Tagen zum Tod. Etwa 80 Prozent der Fälle verlaufen als enzephalitische Form mit Hydrophobie und Spasmen, rund 20 Prozent als paralytische Form mit absteigenden Lähmungen.

Weltweit sterben nach Schätzungen jährlich rund 60.000 Menschen an Tollwut, etwa die Hälfte davon Kinder unter 15 Jahren. Die Verteilung ist deutlich: 59,6 Prozent der Todesfälle entfallen auf Asien, allein etwa 35 Prozent auf Indien, weitere 36,4 Prozent auf Afrika.

Wo die Todesfälle auftreten (STIKO und DTG, Epid Bull 27/2026) Drei Balken zeigen die geografische Verteilung der weltweit durch Tollwut verursachten Todesfälle laut den Empfehlungen von STIKO und DTG zu Reiseimpfungen, Epidemiologisches Bulletin 27/2026 vom 02.07.2026: Asien 59,6 Prozent, davon allein rund 35 Prozent in Indien, Afrika 36,4 Prozent. Der Wert für die übrigen Regionen mit 4,0 Prozent ist rechnerisch aus den beiden genannten Anteilen abgeleitet und steht so nicht in der Quelle. Geografische Verteilung der Todesfälle weltweit 59,6 % Asien (ca. 35 % Indien) 36,4 % Afrika 4,0 % übrige Regionen (rechnerisch)
Quelle: Empfehlungen der STIKO und der DTG e. V. zu Reiseimpfungen, Epidemiologisches Bulletin 27/2026 vom 02.07.2026 (Asien 59,6 %, davon ca. 35 % Indien; Afrika 36,4 %). Der Restwert von 4,0 % ist eigene Rechnung und steht nicht in der Quelle.

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Wie hoch ist das Tollwut-Risiko auf Sri Lanka, in Nepal, auf Bali und Sansibar?

Für Reisende ist das statistische Infektionsrisiko klein, das Kontaktrisiko dagegen nicht. Zwischen 2006 und 2019 wurden in der EU und im EWR laut ECDC-Daten insgesamt 18 importierte Fälle von Tollwut registriert, davon 13 bei Reisenden. Der letzte menschliche Fall in Deutschland stammt aus dem Jahr 2007 und wurde aus Marokko eingeschleppt. Deutschland gilt seit 2008 als frei von terrestrischer Tollwut.

Relevanter für dich ist der Tierkontakt. Die Literatur gibt die Inzidenz eines relevanten Tierkontakts mit 5,7 pro 1.000 dauerhaft im Ausland lebende Personen und Jahr an sowie mit 6,9 pro 1.000 Rucksackreisende bei durchschnittlich 30 Tagen Aufenthalt. Ein Praktikumsmonat liegt in dieser Größenordnung.

Inzidenz eines relevanten Tierkontakts (STIKO und DTG, Epid Bull 27/2026) Zwei Balken vergleichen die in der Literatur angegebene Inzidenz eines relevanten Tierkontakts: 5,7 pro 1.000 Personen und Jahr bei im Ausland lebenden Personen und 6,9 pro 1.000 Rucksackreisenden bei einem durchschnittlichen Aufenthalt von 30 Tagen. Die beiden Werte beziehen sich auf unterschiedliche Bezugszeiträume und sind deshalb nicht direkt gegeneinander aufrechenbar. Quelle: Empfehlungen von STIKO und DTG zu Reiseimpfungen, Epidemiologisches Bulletin 27/2026 vom 02.07.2026. Relevanter Tierkontakt pro 1.000 Personen 5,7 im Ausland lebend (pro Jahr) 6,9 Rucksackreisende (Ø 30 Tage)
Quelle: Empfehlungen der STIKO und der DTG e. V. zu Reiseimpfungen, Epidemiologisches Bulletin 27/2026 vom 02.07.2026. Achtung: Die Bezugszeiträume unterscheiden sich (ein Jahr gegenüber durchschnittlich 30 Tagen), die Balken sind deshalb keine direkte Gegenüberstellung.

So beschreibt das Auswärtige Amt die Lage an unseren vier Standorten (alle Angaben Stand 08.09.2026):

StandortWas das Auswärtige Amt sagtImpfstoff und Immunglobulin vor Ort
Sri LankaAnsteckung vorrangig über Hunde und auch Affen; wegen der Nähe dieser Tiere zu Menschen von besonderer Bedeutungkönnen nicht oder nur sehr begrenzt erhältlich sein
Nepallandesweit hohes Risiko für Bissverletzungen durch streunende Hunde; Affen können ebenfalls übertragennotwendige Maßnahmen nach einem Biss sind nicht immer möglich
Bali (Indonesien)Ansteckung vorrangig über Hunde, besondere Rolle wegen der Nähe zu Menschenkönnen nicht oder nur sehr begrenzt erhältlich sein
Sansibar (Tansania)Ansteckung vorrangig über Hunde, besondere Rolle wegen der Nähe zu Menschenkönnen nicht oder nur sehr begrenzt erhältlich sein

Für Nepal wird das Auswärtige Amt am deutlichsten: Einer vorbeugenden Impfung komme für Reisen nach Nepal eine besondere Bedeutung zu, und sie solle unbedingt vor Reiseantritt abgeschlossen sein.

Wann empfiehlt die STIKO die Impfung gegen Tollwut vor der Abreise?

Die STIKO empfiehlt die präexpositionelle Impfung gegen Tollwut bei Reisen in Länder mit hohem oder moderatem Risiko für Hundetollwut, wenn mindestens einer dieser Punkte zutrifft: unzureichende ärztliche Versorgung vor Ort, ein bekannter oder zu vermutender Mangel an Impfstoffen und Immunglobulin für die Prophylaxe nach dem Kontakt, oder einfache Reise- und Aufenthaltsbedingungen bzw. Aktivitäten mit erhöhter Expositionsgefahr wie Fahrradfahren und Laufen.

Der Unterschied zwischen den Risikostufen liegt in der Aufenthaltsdauer. Bei hohem Risiko gelten die Kriterien unabhängig davon, wie lange du bleibst. Bei moderatem Risiko greifen sie nur bei Aufenthalten über vier Wochen oder wiederholten Kurzreisen. In welche Stufe dein Zielland fällt, zeigt Karte 7 in den Empfehlungen von STIKO und DTG. Lies diese Einstufung am besten gemeinsam mit einer reisemedizinisch erfahrenen Ärztin oder einem Arzt, weil sie sich mit der Datenlage ändern kann.

Für dich als Praktikantin oder Praktikant kommt ein Punkt dazu, der in keiner Reiseimpfliste steht: Du bist nicht nur Touristin oder Tourist. Du läufst früh morgens zur Klinik, fährst Roller oder Rad, wohnst einfach und bist Wochen statt Tagen im Land. Das sind genau die Bedingungen, unter denen die STIKO die Impfung gegen Tollwut für sinnvoll hält. Alle übrigen Reiseimpfungen deckt der Ratgeber zu den Impfungen für Famulatur und PJ im Ausland ab.

Wie läuft die präexpositionelle Impfung gegen Tollwut ab?

In Deutschland sind gegen Tollwut zwei Totimpfstoffe zugelassen, Rabipur und Verorab, beide ab Geburt und beide sowohl vor als auch nach einem Kontakt einsetzbar. Sie werden intramuskulär gespritzt; für Verorab ist zusätzlich eine intradermale Gabe mit anderer Dosierung zugelassen.

SchemaAblaufFür wen
Konventionell3 Dosen an den Tagen 0, 7 und 21 (oder 28)Standard für alle Altersgruppen, Rabipur und Verorab
Alternativ2 Dosen an den Tagen 0 und 7nur bei Immunkompetenz
Schnellschema3 Dosen an den Tagen 0, 3 und 7Rabipur, immunkompetente Erwachsene ab 18 bis unter 65 Jahren

Die drei Dosen führen bei immunkompetenten Menschen zu einer sogenannten Boosterfähigkeit, die Jahrzehnte und möglicherweise lebenslang anhält. Das heißt: Im Ernstfall reagiert dein Immunsystem schnell genug, wenn du die Auffrischung nach dem Kontakt bekommst. Die STIKO geht davon aus, dass nach drei Dosen im Expositionsfall zwei weitere an Tag 0 und Tag 3 ausreichen. Wer nur zwei Dosen bekommen hat und länger exponiert bleibt, sollte spätestens nach einem Jahr eine dritte erhalten.

Rechne mit Vorlauf. Beim konventionellen Schema liegen zwischen erster und letzter Dosis drei bis vier Wochen, dazu kommt der Termin in der reisemedizinischen Sprechstunde. Vier bis fünf Wochen vor dem Abflug anzufangen ist realistisch, mehr ist besser. Ist dein Abflug näher, frag nach dem Schnellschema. Die anderen Fristen deiner Vorbereitung findest du im Famulatur-Ratgeber und, wenn du ein Tertial planst, im Ratgeber zum Praktischen Jahr.

Hände werden mit Seife unter fließendem Wasser an einem weißen Waschbecken gewaschen

Was tust du in den ersten 15 Minuten nach einem Biss?

Wasch die Wunde, sofort und lange. Die Prophylaxe gegen Tollwut nach dem Kontakt beginnt immer und unverzüglich mit der Reinigung aller möglicherweise kontaminierten Körperstellen. Das ist kein Nebenschritt, sondern der erste. So gehst du vor:

  1. Mindestens 15 Minuten waschen. Seife oder Detergens, jede Wunde und jede Kontaktstelle, die ganze Zeit. Stell dir einen Timer.
  2. Gründlich spülen. Danach die Wunde ausgiebig mit Wasser spülen.
  3. Antiseptisch behandeln. Anschließend 70-prozentiger Alkohol oder ein Jodpräparat auf die Wunde.
  4. Sofort ärztliche Hilfe suchen. Melde dich noch am selben Tag in deiner Klinik und informiere deine Ansprechperson vor Ort. Die Immunprophylaxe muss unverzüglich beginnen.
  5. Expositionsgrad einschätzen lassen. Ab Grad II wird geimpft, ab Grad III kommt bei Ungeimpften Immunglobulin dazu.
  6. Auslandskrankenversicherung informieren. Ruf die Notrufnummer deiner Police an, bevor größere Kosten entstehen. Welche Police du brauchst, klärt der Ratgeber zur Versicherung für Famulatur und PJ im Ausland.

Die Einstufung ist einfacher, als sie klingt:

GradWas passiert ist
IBerühren oder Füttern von Tieren, Belecken der intakten Haut
IInicht blutende, oberflächliche Kratzer oder Hautabschürfungen, Lecken oder Knabbern an nicht intakter Haut
IIIBissverletzungen oder Kratzwunden, Kontakt von Schleimhäuten oder Wunden mit Speichel, Verdacht auf Biss oder Kratzer durch eine Fledermaus

Zwei Punkte gehen oft unter. Erstens: Auch mit vollständiger Impfung vor der Reise brauchst du ab Grad II eine Prophylaxe. Die Vorimpfung ersetzt sie nicht, sie vereinfacht sie. Zweitens: Fledertiere werden strenger bewertet. Eine an sich harmlose Grad-II-Situation gilt bei einer Fledermaus als Grad III.

Und wenn du erst nach der Rückkehr merkst, dass da etwas war? Melde dich trotzdem. Wegen der langen Inkubationszeit kann die Prophylaxe auch Wochen bis Monate später sinnvoll sein. Für Nadelstichverletzungen gilt eine eigene Logik, siehe Nadelstichverletzung im Auslandspraktikum.

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Warum die Vorimpfung vor allem das Immunglobulin-Problem löst

Das ist das stärkste Argument, und es hat nichts mit Statistik zu tun. Wer präexpositionell zwei oder mehr Impfstoffdosen erhalten hat, braucht bei einer erforderlichen Prophylaxe grundsätzlich kein Tollwut-Immunglobulin. Ungeimpfte brauchen es ab Expositionsgrad III.

Genau dieses Immunglobulin ist der Engpass. Ohne Impfung gegen Tollwut hängt deine Versorgung davon ab, ob ein knappes Blutprodukt gerade dort ist, wo du bist. Mit Vorimpfung brauchst du nur zwei Impfstoffdosen im Abstand von drei Tagen, und die sind deutlich leichter zu bekommen.

Eine Einschränkung gehört dazu: Bei Immundefizienz gelten andere Regeln. Dann besteht die Prophylaxe ab Grad II immer aus fünf Dosen nach dem Essen-Schema an den Tagen 0, 3, 7, 14 und 28, und je nach Verfügbarkeit soll zusätzlich Immunglobulin gegeben werden, unabhängig von der Vorimpfung. Trifft das auf dich zu, ist die reisemedizinische Beratung Pflicht, nicht Kür.

Was kostet die Impfung gegen Tollwut, und zahlt die Krankenkasse?

Reiseimpfungen sind keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Nach § 20i Abs. 2 SGB V kann deine Kasse in ihrer Satzung weitere Schutzimpfungen und andere Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe vorsehen. Das ist eine Kann-Vorschrift: Deine Kasse darf erstatten, sie muss aber nicht. Viele Kassen übernehmen Reiseimpfungen ganz oder anteilig, oft mit einem jährlichen Höchstbetrag und oft nur gegen Vorlage der Rechnung.

Praktisch heißt das: Ruf vor dem ersten Termin bei deiner Kasse an, frag nach dem Erstattungsverfahren und heb jede Quittung auf. Weil eine Grundimmunisierung aus drei Einzelterminen besteht, sammelst du drei Rechnungen. Konkrete Preise nennen wir bewusst nicht, weil sie je nach Praxis, Impfstoff und Abrechnungsweg schwanken. Was sonst noch in den Koffer gehört, steht im Ratgeber zur Reiseapotheke für Famulatur und PJ und in der Packliste fürs Auslandspraktikum.

Du planst gerade dein Praktikum? travel4med organisiert Famulaturen, Pflegepraktika, Hospitationen und PA-Praxisphasen auf Sri Lanka, in Nepal, auf Bali und Sansibar sowie PJ-Tertiale auf Sri Lanka, in Nepal und auf Sansibar. Zur Vorbereitung gehört auch die Frage, ob eine Impfung gegen Tollwut für deinen Standort sinnvoll ist. Buch dir jetzt eine kostenlose Beratung.

Was bedeutet Bhutans Erfolg gegen die Tollwut für dein Praktikum?

Am 04.09.2026 hat die WHO bestätigt, dass Bhutan die durch Hunde übertragene Erkrankung beim Menschen als Public-Health-Problem eliminiert hat, als erstes Land der WHO-Region Südostasien. Die Validierung setzt mindestens zwei Jahre ohne menschliche Todesfälle voraus. Bhutan hält diesen Stand seit Juni 2023.

Für dich ändert das kurzfristig nichts. Sri Lanka, Nepal, Indonesien und Tansania stehen nicht auf dieser Liste. Interessant ist die Nachricht trotzdem, weil sie zeigt, woran es liegt: Bhutan hat massenhaft Hunde geimpft, die Überwachung von Mensch und Tier verbunden und in allen 20 Distrikten kostenlosen Zugang zur Prophylaxe nach dem Kontakt sichergestellt. Am 28. September ist Welttollwuttag, der Todestag von Louis Pasteur, der den ersten Impfstoff entwickelt hat. Ein guter Tag, um deinen Impfpass rauszusuchen.

Wie der Klinikalltag an unseren Standorten aussieht, erzählen dir die Erfahrungsberichte. Und falls dein Zielland noch offen ist: Der Guide zum Visum für Sri Lanka und Nepal und der Beitrag zu Dengue im Auslandspraktikum decken die zwei nächsten Fragen ab.

Fachlich geprüft von MUDr. Amandeep Grewal, Ärztin bzw. Arzt im travel4med-Team, die bzw. der die reisemedizinischen Angaben in diesem Beitrag gegen die aktuellen Empfehlungen von STIKO und DTG abgeglichen hat. Der Beitrag ersetzt keine individuelle reisemedizinische Beratung.

Häufig gestellte Fragen

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Quellen