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Allgemein


Wenn du deine Famulatur, dein Pflegepraktikum oder ein PJ-Tertial außerhalb Europas planst, ist das PROMOS-Stipendium eine der wichtigsten Finanzierungsquellen, die du kennen solltest. Denn genau für Auslandsaufenthalte, die nicht über Erasmus förderbar sind – also alles außerhalb der EU und der Erasmus-Programmländer – hat der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) dieses Programm geschaffen. Sri Lanka, Nepal, Bali oder Sansibar fallen alle in diese Kategorie. Und weil viele von euch jetzt, im Sommer 2026, die Klinikpraktika für 2026/27 fixieren, lohnt sich der Blick auf die nächsten Bewerbungsfristen besonders.
Key Takeaways
- PROMOS ist ein vom DAAD finanziertes, aber von jeder Hochschule selbst vergebenes Stipendium – du bewirbst dich beim International Office bzw. Akademischen Auslandsamt deiner eigenen Uni.
- Gefördert werden Praktika von 6 Wochen bis 6 Monaten in Vollzeit außerhalb des Erasmus-Gebiets – ideal für Famulatur, Pflegepraktikum oder PJ in Sri Lanka, Nepal, Bali oder Sansibar.
- Die monatliche Teilstipendienrate liegt je nach Zielland meist bei 350–550 € pro Monat, dazu kommt oft ein einmaliger Reisekostenzuschuss.
- Es gibt in der Regel mehrere Bewerbungsfristen pro Jahr, die sich nach deinem Praktikumsbeginn richten – plane mit mehreren Monaten Vorlauf.
- PROMOS ist ein Leistungsstipendium: Studienleistungen und ein starkes Motivationsschreiben zählen. Einen Rechtsanspruch gibt es nicht.
Wir von travel4med organisieren Klinikpraktika an vier außereuropäischen Standorten – und die Frage „Wie finanziere ich das?" ist eine der häufigsten in unserer Beratung. PROMOS ist dabei fast immer Thema. Dieser Guide erklärt dir, wie das Programm funktioniert, wie hoch die Förderung ausfällt und worauf du bei der Bewerbung achten musst. Er ersetzt aber nicht die Auskunft deiner Hochschule: Die konkreten Sätze, Fristen und Auswahlkriterien legt jede Uni selbst fest.
PROMOS steht für „Programm zur Steigerung der Mobilität von Studierenden deutscher Hochschulen". Es wird vom DAAD aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert, aber dezentral über die Hochschulen vergeben. Das heißt: Der DAAD stellt jeder teilnehmenden Uni ein Budget zur Verfügung, und die Uni entscheidet selbst, welche Studierenden ein Stipendium bekommen und wie hoch es ausfällt. Deine Ansprechstelle ist also nicht der DAAD, sondern das International Office (an manchen Unis der Career Service oder das Akademische Auslandsamt) deiner Heimathochschule.
Gefördert werden unter anderem kurze Studienaufenthalte, Abschlussarbeiten, Sprach- und Fachkurse, Studienreisen – und eben Praktika von sechs Wochen bis sechs Monaten. Für dich als Medizin- oder Pflegestudent:in ist das der entscheidende Punkt: Eine Famulatur, ein Pflegepraktikum oder ein PJ-Tertial im Ausland zählt förderrechtlich als Praktikum. Laut myStipendium gehen jedes Jahr rund 10.000 deutsche Studierende mit PROMOS ins Ausland – die Chancen stehen also gar nicht so schlecht, wie viele denken.
Ein wichtiger Rahmen: PROMOS fördert Praktika nur außerhalb des Erasmus-Gebiets. Innerhalb der EU bekommst du für ein Praktikum kein PROMOS, sondern nutzt Erasmus+. Für alle vier travel4med-Standorte – Sri Lanka, Nepal, Bali und Sansibar (Tansania) – ist PROMOS damit genau das richtige Programm. Wie sich PROMOS von Erasmus abgrenzt, erklären wir dir auch in unserem Ratgeber zu Erasmus fürs Auslandspraktikum.
Die Förderung besteht meist aus zwei Bausteinen: einer monatlichen Teilstipendienrate und – je nach Zielland – einem einmaligen Reisekostenzuschuss. Die monatliche Rate orientiert sich an den vom DAAD festgelegten Fördersätzen und liegt für Praktika typischerweise zwischen 350 und 550 Euro pro Monat, abhängig vom Gastland. Die Universität Münster nennt für ihre PROMOS-Praktikumsstipendien genau diese Spanne von 350 bis 550 Euro.
Dazu kommt der Reisekostenzuschuss: Er wird einmalig gezahlt und hängt von der Entfernung zum Zielland ab. Die Spanne ist groß – myStipendium nennt je nach Ziel zwischen 325 und in Ausnahmefällen bis zu 9.000 Euro (Letzteres eher für sehr weit entfernte oder mit Studiengebühren verbundene Ziele). Für ein Fernziel wie Sri Lanka oder Bali kannst du realistisch mit einem Zuschuss im mittleren dreistelligen bis niedrigen vierstelligen Bereich rechnen. Wichtig: Nicht jede Uni zahlt in jedem Jahr eine Reisekostenpauschale – das musst du vor Ort erfragen.
Sei realistisch: Gerade an großen Unis übersteigt die Zahl der Bewerbungen das verfügbare Budget deutlich. Die Universität Münster weist ausdrücklich darauf hin, dass die bewilligten Summen „in der Regel deutlich unter den maximal möglichen Fördersummen" liegen und PROMOS damit eine Teilfinanzierung ist. Plane PROMOS also als einen Baustein neben Auslands-BAföG, Ersparnissen oder anderen Zuschüssen ein – nicht als Vollkasko. Weitere Bausteine findest du in unserem Überblick zur Finanzierung des Auslandspraktikums.

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Die Grundvoraussetzungen sind bundesweit ähnlich, im Detail entscheidet aber deine Hochschule. Typisch sind folgende Punkte:
Ein Punkt, der Medizinstudierende oft überrascht: PROMOS ist ein Leistungsstipendium. An vielen Unis zählen deine bisherigen Studienleistungen bzw. deine Durchschnittsnote mit in die Auswahl. Die Universität Münster empfiehlt eine Bewerbung sogar ausdrücklich „nur bei einer sehr guten oder guten Durchschnittsnote" und verlangt von Medizinstudierenden Kopien aller ärztlichen Prüfungen und Leistungsübersichten. Einen Rechtsanspruch auf das Stipendium gibt es nicht.
Anders als bei einem einzigen bundesweiten Stichtag hat jede Hochschule eigene Fristen. Viele Unis arbeiten mit mehreren Bewerbungsrunden pro Jahr, die sich nach dem Startdatum deines Praktikums richten. Als Orientierung hier das Modell der Universität Münster mit vier Fristen:
| Praktikumsbeginn | Bewerbungsfrist |
|---|---|
| Januar–März | 30.11. des Vorjahres |
| April–Juni | 28.02. des Praktikumsjahres |
| Juli–September | 30.05. des Praktikumsjahres |
| Oktober–Dezember | 30.08. des Praktikumsjahres |
Konkret heißt das für dich: Wenn du im Wintersemester 2026/27 – etwa im Oktober oder November 2026 – eine Famulatur oder ein PJ-Tertial im Ausland beginnst, wäre an einer Uni mit diesem Modell der 30.08.2026 die relevante Frist. Für einen Start im ersten Quartal 2027 müsstest du dich bis 30.11.2026 bewerben. Da du für die Bewerbung Nachweise wie eine Praktikumsbestätigung deiner Gastklinik, ein Motivationsschreiben und einen Sprachnachweis brauchst, solltest du mehrere Monate vorher mit der Vorbereitung starten.
Wichtig: Diese Fristen sind ein Beispiel. Deine eigene Hochschule kann andere Stichtage, andere Förderquoten und eigene Formulare haben. Frag früh beim International Office nach – am besten, sobald dein Praktikumszeitraum grob feststeht.
So gehst du bei der Bewerbung typischerweise vor:
Für das Motivationsschreiben und die Bewerbungsunterlagen findest du in unseren Bewerbungs-Mustern und im Ratgeber zum Motivationsschreiben fürs Auslandspraktikum konkrete Vorlagen.
Teilweise ja. Ein Deutschlandstipendium und PROMOS kannst du in der Regel gleichzeitig beziehen. Beim Auslands-BAföG ist PROMOS anzuzeigen; die Förderung wird von der BAföG-Stelle in der Regel angerechnet (verrechnet). Nicht gleichzeitig beziehen darfst du PROMOS und ein DAAD-Individualstipendium (etwa ein DAAD-Kurzstipendium), weil dann derselbe Förderzweck doppelt bedient würde. Auch andere öffentliche Mittel mit identischem Zweck schließen sich mit PROMOS aus.
Was heißt das praktisch? Kombiniere clever: Auslands-BAföG deckt oft den größten Teil, PROMOS ergänzt Reise- und Nebenkosten, und ein Deutschlandstipendium darf obendrauf kommen. Wie das Auslands-BAföG für eine Famulatur oder ein PJ funktioniert und welche Zuschläge es gibt, liest du in unserem separaten Ratgeber zum Auslands-BAföG. Und eine ganz praktische Erinnerung: PROMOS kümmert sich um die Finanzierung, nicht um deinen Versicherungsschutz – Auslandskranken- und Berufshaftpflichtversicherung musst du zusätzlich regeln.
Kostenlose Beratung sichern. Du weißt nicht, welche Förderung für deinen Standort und Zeitraum realistisch ist und wie du Fristen und Nachweise unter einen Hut bekommst? In unserer kostenlosen Beratung planen wir gemeinsam deine Famulatur, dein Pflegepraktikum oder dein PJ im Ausland – inklusive Finanzierungsstrategie. Wie andere ihr Praktikum erlebt haben, liest du in den Erfahrungsberichten.
Für ein außereuropäisches Klinikpraktikum ist PROMOS oft die naheliegendste zusätzliche Förderung – gerade weil Erasmus hier ausscheidet. Die Summen sind kein Vollkasko, aber ein verlässlicher Baustein, der Flug und Nebenkosten spürbar abfedert. Der Aufwand für die Bewerbung ist überschaubar, und im Vergleich zu großen Begabtenförderungswerken bekommst du meist relativ schnell Bescheid. Wenn deine Noten stimmen und du ein überzeugendes Motivationsschreiben mitbringst, solltest du die Chance nutzen. Der wichtigste Rat bleibt: früh anfangen – Sprachnachweis, Praktikumsbestätigung und Fristen brauchen Vorlauf. Bei der gesamten Planung deines Auslandspraktikums – von der Standortwahl bis zur Finanzierung – unterstützen wir von travel4med dich gern.

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Das PROMOS-Stipendium ist für ein Klinikpraktikum außerhalb Europas fast immer einen Antrag wert: Es füllt genau die Lücke, die Erasmus offenlässt, und finanziert Famulatur, Pflegepraktikum und PJ in Sri Lanka, Nepal, Bali oder Sansibar mit. Rechne mit einer monatlichen Teilrate von 350 bis 550 Euro plus möglichem Reisekostenzuschuss – als Teilfinanzierung, nicht als Vollkostendeckung. Entscheidend sind zwei Dinge: die richtige Frist deiner Hochschule und ein starkes, konkretes Motivationsschreiben. Wer früh plant und PROMOS mit Auslands-BAföG oder Ersparnissen kombiniert, macht sein Auslandspraktikum finanziell deutlich leichter tragbar. Kurz gesagt: Das PROMOS-Stipendium lohnt den Aufwand der Bewerbung fast immer.
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