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Famulaturen und KPJ in Österreich: Pflichtpraktika

Celina Köhsl
Celina KöhslMedizinstudentin, Teammitglied von travel4med
  • 9. August 2026
  • 15 Minuten
Famulaturen und KPJ in Österreich: Pflichtpraktika

Famulaturen und KPJ in Österreich: Pflichtpraktika im Medizinstudium 2026

Famulaturen und KPJ in Österreich sind die zwei verpflichtenden Praxisblöcke des Medizinstudiums: die Pflichtfamulatur während des Studiums und das Klinisch-Praktische Jahr (KPJ) im letzten Studienjahr. Das KPJ umfasst an allen vier öffentlichen Medizin-Standorten einheitlich 48 Wochen. Die Pflichtfamulatur regelt dagegen jedes Curriculum selbst: An der MedUni Wien, der MedUni Graz und der JKU Linz sind es 12 Wochen, an der MedUni Innsbruck grundsätzlich 18 Wochen, die sich unter bestimmten Bedingungen auf mindestens 12 Wochen verkürzen. Dieser Guide sortiert Aufbau, Fristen, Auslandsanerkennung und den Vergleich mit dem deutschen Praktischen Jahr (PJ).

Fachlich geprüft von MUDr. Andreas Zehetner, Arzt (MUDr., entspricht Dr. med. univ.) und Mitgründer von travel4med. Er begleitet seit Jahren Studierende bei Famulatur, KPJ und PJ im Ausland. Stand: 18.08.2026 · Alle Curriculumsangaben ersetzen keine verbindliche Auskunft deines Studien- bzw. Prüfungsreferats.

Für wen gilt dieser Guide? Famulaturen und KPJ in Österreich sind Begriffe des österreichischen Curriculums – dieser Guide beschreibt genau dieses System. Wenn du in Deutschland studierst, gilt für dich die Approbationsordnung für Ärzte (ÄApprO 2002) – dort sieht die Rechnung anders aus, und eine Auslandsfamulatur ist auch außerhalb der EU anrechenbar. Den deutschen Weg erklärt weiter unten der Abschnitt „Gelten Famulaturen und KPJ in Österreich auch für deutsche Studierende?".

Key Takeaways

Die wichtigsten Fakten zu Famulaturen und KPJ in Österreich in Kürze:

  • Das KPJ dauert 48 Wochen und ist an MedUni Wien, MedUni Graz, MedUni Innsbruck und JKU Linz einheitlich geregelt; an der MedUni Wien entspricht es 60 ECTS in drei Tertialen à 16 Wochen (MedUni Wien, 2026).
  • Die Pflichtfamulatur ist nicht österreichweit gleich: 12 Wochen in Wien, Graz und Linz, in Innsbruck grundsätzlich 18 Wochen, verkürzbar auf mindestens 12 Wochen. Die Aufteilung 4 Wochen Innere Medizin / 4 Wochen Primärversorgung / 4 Wochen frei wählbar ist die Regelung der MedUni Wien (MedUni Wien, 2026).
  • Die Länderbeschränkung der MedUni Wien gilt nur für die fachgebundenen Blöcke Innere Medizin und Primärversorgung (8 der 12 Wochen). Für die 4 frei wählbaren Wochen nennt das Curriculum keine Länderbeschränkung – sie sind vorab von der Curriculumdirektion zu genehmigen.
  • KPJ-Tertiale im Ausland erkennt die MedUni Wien ausnahmslos an Universitätskrankenhäusern und deren Lehrkrankenhäusern an, und nur mit positivem Vorausbescheid auf Basis eines bestätigten Training Agreements (MedUni Wien, 2026).
  • Humanmedizin studierst du in Österreich an vier öffentlichen Standorten – Wien, Graz, Innsbruck, Linz – plus Privatuniversitäten wie der PMU Salzburg, die das Studium auf 5 Jahre komprimiert (PMU Salzburg, 2026).

Wie viele Wochen Famulatur musst du in Österreich absolvieren?

Das hängt von deiner Universität ab. Bei Famulaturen und KPJ in Österreich ist nur das KPJ österreichweit einheitlich geregelt, die Famulatur nicht: An der MedUni Wien, der MedUni Graz und der JKU Linz umfasst die Pflichtfamulatur 12 Wochen. Die MedUni Innsbruck verlangt im Studienplan grundsätzlich 18 Wochen; sie verkürzen sich auf mindestens 12 Wochen, wenn du bis zu 6 Wochen über das Wahlfachstunden-Kontingent abdeckst.

Die bekannte Dreiteilung – 4 Wochen Innere Medizin, 4 Wochen Primärversorgung, 4 Wochen frei wählbar – ist die Regelung der MedUni Wien (MedUni Wien, Famulaturen & Praktika, 2026). In Linz verteilen sich die 12 Wochen anders, nämlich auf 4 Wochen (125 Stunden) im Bachelor und 8 Wochen (250 Stunden) im Master (JKU Linz, 2026). Prüfe daher immer das Curriculum deiner eigenen Universität, bevor du Wochen einplanst.

Aufbau der 12 Pflichtwochen an der MedUni Wien

Die drei Blöcke sind klar definiert und lassen dir trotzdem Gestaltungsspielraum:

  • 4 Wochen Innere Medizin
  • 4 Wochen Primärversorgung, etwa in einer Lehrpraxis für Allgemeinmedizin
  • 4 Wochen frei wählbar: eine Fachdisziplin über 4 Wochen oder zwei Disziplinen über je 2 Wochen

Zeitliche Vorgaben, Blockgrößen und Fehlzeiten

Mindestens 8 Wochen, davon 4 Wochen Innere Medizin, müssen vor dem Eintritt in den 3. Studienabschnitt absolviert sein – das ist der letzte, klinisch geprägte Abschnitt des Wiener Diplomstudiums. Die restlichen Wochen liegen spätestens vor Beginn des KPJ (MedUni Wien, 2026).

Wichtig für die Planung deiner Blöcke: Eine Famulatur an einer Einrichtung wird entweder im Ausmaß von 2 oder von 4 Wochen angerechnet – Zwischenlängen zählen nicht anteilig. Wer sechs Wochen an einer Klinik verbringt, bekommt also 4 Wochen angerechnet und verschenkt zwei. Attestierte Fehlzeiten sind bis zu 20 Prozent der Gesamtzeit zulässig, und eine Pflichtfamulaturwoche entspricht einem ECTS-Credit bzw. 25 bis 30 Arbeitsstunden (ebd.).

Dass diese Praktika für Studierende mehr sind als eine Formalie, zeigt eine Befragung an der MedUni Wien: 304 von 3.014 kontaktierten Studierenden beantworteten den Fragebogen zu ihren klinischen Praktika, eine Rücklaufquote von 10,1 % (Seitz, Turk & Löffler-Stastka, Wiener Klinische Wochenschrift, 2016).

So planst du deine Famulatur-Wochen richtig:

  1. Schlage im Curriculum deiner Universität nach, wie viele Pflichtwochen für dich gelten (12 in Wien, Graz und Linz; 18 bzw. mindestens 12 in Innsbruck) und wann dein 3. Studienabschnitt beginnt.
  2. Sichere dir zuerst die fachgebundenen Blöcke – in Wien die 4 Wochen Innere Medizin – und plane sie in 2- oder 4-Wochen-Einheiten.
  3. Ergänze den zweiten fachgebundenen Block (Primärversorgung), damit die 8-Wochen-Frist vor dem 3. Studienabschnitt steht.
  4. Hole für jede Famulatur außerhalb der Standardvorgaben vor Antritt die Genehmigung der Curriculumdirektion bzw. deines Studienreferats ein – schriftlich, nicht mündlich.
  5. Lege die frei wählbaren Wochen spätestens vor dem KPJ-Start, zum Beispiel als Famulatur im Ausland; rechne für einen Auslandsplatz mit mehreren Monaten Vorlauf für Zusage, Genehmigung, Visum und Impfungen.

In unserer Beratungspraxis erleben wir immer wieder, dass Studierende die 8-Wochen-Frist vor dem 3. Studienabschnitt mit der Gesamtfrist verwechseln und dadurch zu spät planen. Wer früh strukturiert, vermeidet Terminstress kurz vor dem KPJ.

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Welche Auslandsfamulaturen werden in Österreich anerkannt?

Die Länderbeschränkung der MedUni Wien ist enger, als oft behauptet wird. Nur die beiden fachgebundenen Blöcke Innere Medizin und Primärversorgung – zusammen 8 der 12 Wochen – sind vorzugsweise in Österreich und ausdrücklich auch in EU-Mitgliedsstaaten inklusive Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein zu absolvieren.

Für die 4 frei wählbaren Wochen nennt das Wiener Curriculum keine Länderbeschränkung. Stattdessen gilt: „Alle anderen Famulaturen sind von der Curriculumdirektion vor Absolvierung der Famulatur zu genehmigen" (MedUni Wien, 2026). Studierst du in Graz, Innsbruck oder Linz, entscheidet dein eigenes Studien- bzw. Prüfungsreferat – die Systematik ähnelt sich, die Details nicht.

Bei Famulaturen und KPJ in Österreich sehen wir in der Beratung oft die Annahme, jede Auslandsfamulatur zähle automatisch als Pflichtzeit. Das stimmt so nicht: Außerhalb von EU, EWR und Schweiz ist die Anrechnung an der MedUni Wien auf die 4 frei wählbaren Wochen begrenzt und immer genehmigungspflichtig – ohne Vorabgenehmigung zählt sie gar nicht. Darüber hinaus bleibt jede freiwillige Praxiserfahrung in einem anderen Gesundheitssystem für deinen Lebenslauf wertvoll.

Wichtig für deine Planung von Famulaturen und KPJ in Österreich: Die 8 fachgebundenen Wochen planst du innerhalb von Österreich, der EU, dem EWR oder der Schweiz. Die 4 frei wählbaren Wochen kannst du dagegen – nach vorheriger Genehmigung – an unseren Standorten in Sri Lanka, Nepal, Bali und Sansibar absolvieren. Wir liefern dir die Klinikunterlagen für den Antrag; die Entscheidung trifft deine Universität. Sprich uns in der Beratung an, wir klären mit dir, was für deine Uni zählt.

Wie ist das Klinisch-Praktische Jahr (KPJ) in Österreich aufgebaut?

Das KPJ ist der lange Block bei Famulaturen und KPJ in Österreich: Es dauert 48 Wochen und entspricht an der MedUni Wien 60 ECTS, aufgeteilt in drei Tertiale à 16 Wochen, die in beliebiger Reihenfolge und an unterschiedlichen Kliniken absolviert werden können (MedUni Wien, KPJ: Struktur und zeitlicher Ablauf, 2026). Es bildet den Abschluss deiner klinischen Ausbildung.

Die drei Tertiale im Überblick

  • Tertial A: Innere Medizin – ein Abteilungswechsel nach 8 Wochen ist möglich
  • Tertial B: chirurgische und perioperative Fächer – Anästhesiologie auf 8 Wochen begrenzt
  • Tertial C: Wahlfach – ein Fach über 16 Wochen oder zwei über je 8 Wochen; Fächer aus Tertial A oder B dürfen nicht wiederholt werden

Lernziele des KPJ

Das KPJ soll dich befähigen, klinisch-praktische Fähigkeiten sicher anzuwenden, ärztliche Entscheidungen vorzubereiten und evidenzbasiert zu arbeiten. Anders als in der Famulatur übernimmst du hier schrittweise mehr Verantwortung im Klinikalltag – immer unter ärztlicher Aufsicht.

Kannst du ein KPJ-Tertial im Ausland absolvieren?

Ja, aber unter strengeren Bedingungen als bei der Famulatur. Die MedUni Wien erkennt KPJ-Tertiale im Ausland ausnahmslos an Universitätskrankenhäusern und deren Lehrkrankenhäusern an. Voraussetzung für einen positiven Vorausbescheid ist ein von der Gastinstitution bestätigtes Training Agreement, und der Antrag muss im Vorhinein gestellt werden.

Ein KPJ-Pflichttertial (A oder B) kannst du generell im Ausland absolvieren; das zweite Pflichttertial nur auf gesonderten Antrag und nur, wenn die curricularen Lernziele erreicht werden (MedUni Wien, KPJ – Auslandsaufenthalte, 2026). Andere Universitäten regeln das eigenständig. Lass dir deshalb die Anerkennungsfähigkeit deiner Wunschklinik schriftlich vom Studien- bzw. Prüfungsreferat bestätigen, bevor du buchst – ein abgelehntes Tertial kostet dich 16 Wochen.

Genau an diesem Punkt hilft dir unsere Beratung: Wir sagen dir offen, welche unserer Kliniken für welchen Praktikumstyp infrage kommt, und stellen dir die Unterlagen für den Vorausbescheid zusammen. Ein KPJ-Tertial organisieren wir an unseren Standorten in Sri Lanka, Nepal und Sansibar. Wer die Planung von Famulaturen und KPJ in Österreich früh beginnt, verliert kein Tertial an eine Formalie.

An welchen Universitäten kannst du in Österreich Medizin studieren?

Humanmedizin studierst du in Österreich an vier öffentlichen Standorten – MedUni Wien, MedUni Graz, MedUni Innsbruck und der JKU Linz – sowie an Privatuniversitäten wie der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) Salzburg. Diese Standorte sind strukturell nicht identisch, wie oft angenommen wird – und genau deshalb unterscheiden sich Famulaturen und KPJ in Österreich je nach Uni im Detail.

Die vier öffentlichen Universitäten führen ein 6-jähriges Studium mit dem KPJ im letzten Studienjahr; Wien führt es als Diplomstudium, Linz als Bachelor-Master-Kombination. Die PMU Salzburg komprimiert das Studium dagegen auf 5 Jahre (PMU Salzburg, 2026); das KPJ liegt dort entsprechend früher im Kalender – die genaue Lage im Curriculum erfragst du direkt bei der PMU. Wer den Studienort wählt, sollte diesen Unterschied kennen, nicht nur die Zulassungschancen vergleichen.

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Was unterscheidet das Praktische Jahr in Deutschland vom KPJ in Österreich?

Strukturell kaum etwas, in der Summe deutlich. Auch das deutsche PJ dauert 48 Wochen in drei Tertialen à 16 Wochen. Zusätzlich verlangt die ÄApprO 2002 aber vier Monate Famulatur und einen dreimonatigen Krankenpflegedienst – einen Block, den die österreichischen Curricula in dieser Form nicht kennen.

MerkmalDeutschland (PJ)Österreich (KPJ)
Praxisjahr48 Wochen, 3 Tertiale (§ 3 ÄApprO)48 Wochen, 3 Tertiale
Famulatur4 Monate (§ 1 Abs. 2 Nr. 4 ÄApprO); die Landesprüfungsämter rechnen unterschiedlich, meist 120 Kalendertage12 Wochen (Wien, Graz, Linz), 18 bzw. mind. 12 Wochen (Innsbruck)
Pflege-/Krankenpflegedienst3 Monate (§ 6 Abs. 1 ÄApprO), von den Landesprüfungsämtern als 90 Kalendertage gerechnetim Curriculum nicht vorgesehen
Pflichtpraxis-Wochen im Vergleich: Deutschland und Österreich Deutschland: Praktisches Jahr 48 Wochen, Famulatur 4 Monate (120 Kalendertage, rund 17 Wochen), Krankenpflegedienst 3 Monate (90 Kalendertage, rund 13 Wochen), zusammen rund 78 Wochen. Österreich an der MedUni Wien: KPJ 48 Wochen und Pflichtfamulatur 12 Wochen, zusammen 60 Wochen. Kein Krankenpflegedienst im Curriculum. Pflichtpraxis im Medizinstudium: Deutschland vs. Österreich (Wochen) Deutschland Praktisches Jahr 48 Famulatur (120 Kal.-Tage) ca. 17 Krankenpflegedienst (90 Tage) ca. 13 Österreich (MedUni Wien) Klinisch-Praktisches Jahr 48 Pflichtfamulatur 12 Summe: Deutschland ca. 78 Wochen · Österreich 60 Wochen
Quellen: ÄApprO 2002 (§ 1 Abs. 2, § 3, § 6) sowie MedUni Wien, Curriculum Humanmedizin. Die Monatsangaben der ÄApprO sind für die Grafik mit der gängigen Landesprüfungsamts-Lesart (30 Kalendertage je Monat) in Wochen umgerechnet.

Damit zeigt der Vergleich von Famulaturen und KPJ in Österreich mit dem deutschen Modell: Das KPJ ist dem PJ strukturell sehr ähnlich, die Summe aller Pflichtpraktika fällt in Österreich aber rund 18 Wochen schlanker aus.

Gelten Famulaturen und KPJ in Österreich auch für deutsche Studierende?

Nein. Die Regeln zu Famulaturen und KPJ in Österreich binden nur österreichische Studierende; studierst du in Deutschland, gilt für dich die ÄApprO 2002. Die gute Nachricht: Die österreichische EU-/EWR-Frage stellt sich für dich gar nicht – § 7 Abs. 4 ÄApprO erlaubt die Anrechnung einer im Ausland abgeleisteten Famulatur ohne jede Länderbeschränkung.

Drei Punkte solltest du trotzdem kennen:

  • Anrechenbar ist eine Auslandsfamulatur nur, wenn sie in einem Krankenhaus oder einer Einrichtung der ambulanten ärztlichen Krankenversorgung stattfindet (§ 7 Abs. 4 Satz 1 ÄApprO).
  • Der hausärztliche Pflichtmonat nach § 7 Abs. 3 Nr. 3 ÄApprO kann nach übereinstimmender Praxis der geprüften Landesprüfungsämter nicht im Ausland abgeleistet werden.
  • Die Anrechnung ist eine Kann-Vorschrift: Es entscheidet dein Landesprüfungsamt, und Verfahren und Gebühren unterscheiden sich je Bundesland – Baden-Württemberg verlangt einen Antrag und 30 €, Hamburg 100 bis 200 €, während NRW und Sachsen-Anhalt die Vorab-Anerkennung nur empfehlen.

Plane deinen Auslandsaufenthalt also nach den Regeln deines eigenen Prüfungsamts – und finanziere ihn früh mit, etwa über die Finanzierung deines Auslandspraktikums oder ein Erasmus-Praktikum.

Häufig gestellte Fragen zu Famulaturen und KPJ in Österreich

Fazit

Famulaturen und KPJ in Österreich sind die zentralen Pflichtpraktika des Medizinstudiums: Die Pflichtfamulatur bringt dir erste klinische Einblicke, das 48-wöchige KPJ bildet den praktischen Höhepunkt vor dem Berufseinstieg. Merke dir drei Dinge: Die Wochenzahl der Famulatur ist Uni-Sache, die Länderbeschränkung in Wien trifft nur die 8 fachgebundenen Wochen, und fürs KPJ-Tertial im Ausland zählt die universitäre Anbindung der Gastklinik.

Egal, ob du deine Wahlfamulatur im Ausland planst oder zusätzliche Praxiserfahrung neben Famulaturen und KPJ in Österreich suchst: travel4med begleitet dich bei der Organisation von Klinikplätzen in Sri Lanka, Nepal, Bali und Sansibar – dein KPJ-Tertial im Ausland organisieren wir in Sri Lanka, Nepal und Sansibar. Schau in unsere Erfahrungsberichte oder vereinbare direkt einen Termin in der Beratung.

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Quellen

  • Medizinische Universität Wien, „Famulaturen & Praktika" (12 Wochen 4/4/4, 8-Wochen-Frist, Anrechnung 2 oder 4 Wochen, attestierte Fehlzeiten 20 %, 1 Woche = 1 ECTS = 25–30 Stunden, Genehmigung durch die Curriculumdirektion) — meduniwien.ac.at (abgerufen 18.08.2026)
  • Medizinische Universität Wien, „KPJ: Struktur und zeitlicher Ablauf" (48 Wochen, 60 ECTS, 3 Tertiale à 16 Wochen, Tertiale A/B/C) — meduniwien.ac.at (abgerufen 18.08.2026)
  • Medizinische Universität Wien, „KPJ – Auslandsaufenthalte" (ausnahmslos Universitätskrankenhäuser und deren Lehrkrankenhäuser; Vorausbescheid nur mit bestätigtem Training Agreement) — meduniwien.ac.at (abgerufen 18.08.2026)
  • Medizinische Universität Wien, Curriculum Humanmedizin, konsolidierte Fassung Juni 2022, Punkte 5.3.2 und 6.1 (KPJ 48 Wochen; 12 Wochen Pflichtfamulatur; Länderregelung nur für Innere Medizin und Primärversorgung) — meduniwien.ac.at (PDF)
  • Medizinische Universität Innsbruck, Studienplan Humanmedizin, Mitteilungsblatt 30.06.2025, 50. Stück, Nr. 207 (grundsätzlich 18 Wochen Pflichtfamulatur, verkürzbar auf mindestens 12 Wochen) — i-med.ac.at (PDF)
  • Johannes Kepler Universität Linz, „Clinical Traineeship Human Medicine" (4 Wochen/125 Stunden im Bachelor, 8 Wochen/250 Stunden im Master) — jku.at (abgerufen 18.08.2026)
  • Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg, „Studium Humanmedizin" (Studienabschluss in 5 Jahren) — pmu.ac.at (abgerufen 18.08.2026)
  • Approbationsordnung für Ärzte (ÄApprO 2002), Bundesministerium der Justiz — § 1 Abs. 2 (vier Monate Famulatur, drei Monate Krankenpflegedienst), § 3 (PJ 48 Wochen), § 6 Abs. 1 (Krankenpflegedienst), § 7 Abs. 3 und 4 (Famulaturabschnitte, Anrechnung im Ausland) — gesetze-im-internet.de (konsolidierte Fassung)
  • Seitz T, Turk BR, Löffler-Stastka H, „Can we still stop the migration of physicians from Austria? An evaluation of clinical internships by students of the Medical University of Vienna", Wiener Klinische Wochenschrift, 2016 (304 von 3.014 Befragten, Rücklaufquote 10,1 %) — pmc.ncbi.nlm.nih.gov (abgerufen 18.08.2026)