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PA Medizin: Studium, Ablauf, Aufgaben und Gehalt 2026

Celina Köhsl
Celina KöhslMedizinstudentin, Teammitglied von travel4med
  • 9. August 2026
  • 17 Minuten
PA Medizin: Studium, Ablauf, Aufgaben und Gehalt 2026

PA Medizin: Das Physician Assistant Studium von der Zulassung bis zum Gehalt

PA Medizin ist die im Klinikalltag gebräuchliche Kurzform für das Studium Physician Assistance. Ein Physician Assistant ist ein hochschulisch qualifizierter Gesundheitsberuf, der ärztliche Aufgaben im Rahmen der Delegation und unter ärztlicher Supervision übernimmt; höchstpersönliche ärztliche Leistungen bleiben davon ausgenommen (Bundesärztekammer, Positionspapier „Physician Assistance", April 2025). Das Studium dauert je nach Hochschule sechs bis acht Semester und endet mit dem Bachelor of Science (DGPA – Studium Physician Assistance, 2026). Dieser Guide zeigt dir Zulassung, Ablauf, Aufgaben, Delegationsgrenzen, Gehaltsquellen und die Praxisphase im Ausland.

Key Takeaways: PA Medizin auf einen Blick

  • Dauer: Ein PA Medizin Studium dauert je nach Hochschule sechs bis acht Semester und schließt mit dem Bachelor of Science ab. Die DGPA nennt „sechs oder acht Semester"; siebensemestrige Vollzeit-Programme mit 210 ECTS gibt es unter anderem an der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf und der Hochschule Furtwangen.
  • Zulassung: An 16 der 22 deutschen PA-Hochschulen ist die allgemeine Hochschulreife die einzige Zugangsvoraussetzung, andere setzen zusätzlich eine abgeschlossene Ausbildung in einem Gesundheitsberuf voraus (DGPA, 2026).
  • Rolle: PAs handeln im Delegationsmodell unter ärztlicher Verantwortung. Nicht delegierbare, höchstpersönliche ärztliche Leistungen bleiben der Ärzteschaft vorbehalten – ein PA-Abschluss ersetzt keine Approbation (§ 2 Abs. 1 Bundesärzteordnung).
  • Prüfung: Ein Staatsexamen wie im Medizinstudium gibt es im PA Medizin Studium nicht. Die Bundesärztekammer fordert eine bundeseinheitliche Abschlussprüfung, eingeführt ist sie nicht – jede Hochschule prüft nach ihrer eigenen Prüfungsordnung.
  • Gehalt: Verbindliche Bandbreiten veröffentlicht die Bundesagentur für Arbeit im Entgeltatlas unter der Berufskennziffer 90902 (Entgeltatlas, 2026); pauschale Zahlen aus Ratgeberportalen ersetzen diese Quelle nicht.
  • Praxisphase im Ausland: möglich, wenn deine Hochschule sie anrechnet. travel4med organisiert die Praxisphase PA im Ausland in Pokhara/Nepal ab 1.299 €, Galle/Sri Lanka ab 1.499 €, Sansibar ab 1.599 € und Bali ab 1.699 €.

Fachlich geprüft von MUDr. Andreas Zehetner, Arzt (MUDr., entspricht Dr. med. univ.) und Mitgründer von travel4med. Er begleitet seit Jahren Medizin-, Pflege- und PA-Studierende bei klinischen Praktika im Ausland. Redaktion: Celina Köhsl. Alle Angaben zu Studium, Delegationsrahmen und Anrechnung geben den Stand vom 18. August 2026 wieder und ersetzen keine verbindliche Auskunft deiner Hochschule.

Was ist ein Physician Assistant?

Ein Physician Assistant ist ein akademischer Gesundheitsberuf, der delegierbare ärztliche Tätigkeiten dauerhaft und routiniert übernimmt, während der Grundgedanke der Heilkundeausübung bei Ärztinnen und Ärzten bleibt. PAs arbeiten in enger Kooperation mit dem ärztlichen Team und unter ärztlicher Supervision (Bundesärztekammer, April 2025).

Der Beruf hinter dem Kürzel PA Medizin ist in Deutschland vergleichsweise jung. Die Deutsche Gesellschaft für Physician Assistants e. V. wurde am 12.02.2008 von Absolvent:innen des ersten deutschen PA-Studiengangs in Lahr gegründet (DGPA – Über uns, 2026). Ein eigenes Berufsgesetz gibt es bis heute nicht: Die Berufsbezeichnung „Physician Assistant" ist nicht bundesgesetzlich geschützt, der Tätigkeitsrahmen ergibt sich aus dem ärztlichen Delegationsrecht und aus Positionspapieren von Bundesärztekammer und DGPA.

Zitierfähige Kurzfassung: Physician Assistants übernehmen in Deutschland delegierbare ärztliche Tätigkeiten unter ärztlicher Supervision; ein eigenes Berufsgesetz existiert nicht, maßgeblich ist das Positionspapier der Bundesärztekammer von April 2025 (BÄK, 2025).

Person in medizinischer Kleidung mit rotem Kittel hält ein Klemmbrett mit Patientenunterlagen
Enge Zusammenarbeit mit dem ärztlichen Team gehört zum Kern des PA-Berufsbilds.

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Welche Aufgaben übernimmt ein Physician Assistant im Klinikalltag?

Ein Physician Assistant übernimmt ärztliche Tätigkeiten, die ihm im Einzelfall delegiert werden: vorbereitende Anamnese, standardisierte Untersuchungstechniken, Leistungen in der Diagnostik, die Umsetzung des Therapieplans samt Monitoring sowie Dokumentation und Koordination (Bundesärztekammer, April 2025).

In der stationären Versorgung nennt die Bundesärztekammer beispielhaft:

  • Unterstützung bei und Durchführung von Visiten
  • zweite Assistenz bei Operationen
  • Verfassen von Arzt- und OP-Briefen sowie Dokumentation des Behandlungsverlaufs
  • postoperative Betreuung
  • diagnostische Tätigkeiten wie Sonographie und Echokardiographie
  • Legen von Zugängen und Durchführung von Punktionen, etwa Pleurapunktionen

Die DGPA beschreibt zusätzlich das Anlegen peripherer und zentraler Venenkatheter sowie die erste oder zweite OP-Assistenz (DGPA – Berufsbild, 2026). Wie viel du davon im Alltag wirklich machst, hängt von Klinik, Fachabteilung und dem jeweils zuständigen Ärzteteam ab: Manche Abteilungen binden PAs früh in Abläufe ein, andere deutlich zurückhaltender.

Was ein Physician Assistant nicht übernehmen darf

Die Grenze verläuft nicht zwischen „einfach" und „anspruchsvoll", sondern zwischen delegierbar und höchstpersönlich. Delegiert werden dürfen ärztliche Tätigkeiten nur, sofern es sich nicht um eine höchstpersönlich von einer Ärztin oder einem Arzt zu erbringende Leistung handelt; zusätzlich sind Tätigkeiten zu beachten, die aufgrund gesetzlicher Vorgaben unter ärztlichem Vorbehalt stehen (Bundesärztekammer, April 2025).

Praktisch heißt das: Du bereitest Anamnese, Diagnostik und Therapieumsetzung vor und führst delegierte Maßnahmen selbst durch, die medizinische Verantwortung für Indikation, Diagnose und Therapieentscheidung bleibt aber bei der delegierenden Ärztin oder dem delegierenden Arzt. Nicht delegierbare, höchstpersönliche ärztliche Leistungen bleiben ausdrücklich der Ärzteschaft vorbehalten (DGPA – Berufsbild, 2026). Welche Einzelleistung in deiner Abteilung tatsächlich delegiert wird, legt die ärztliche Leitung fest – frag im Vorstellungsgespräch gezielt danach.

Wo arbeiten Physician Assistants?

Physician Assistants arbeiten sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich und wirken dort unter ärztlicher Leitung am gesamten Versorgungsprozess mit (DGPA – Berufsbild, 2026). Typische Arbeitgeber sind Krankenhäuser und andere stationäre Einrichtungen, Facharztpraxen, Medizinische Versorgungszentren und Polikliniken.

Die Bundesärztekammer hält ausdrücklich fest, dass PAs im ambulanten Bereich in verschiedenen Settings tätig werden können, bis hin zur häuslichen Versorgung (Bundesärztekammer, April 2025). Der Einsatzort entscheidet stark darüber, wie breit dein Tätigkeitsspektrum ausfällt: In der Klinik dominieren Station, OP und Funktionsdiagnostik, in der Praxis eher Sprechstundenvorbereitung, Diagnostik und Koordination.

Ist ein Physician Assistant ein Arzt?

Nein. Ein Physician Assistant ist kein Arzt, sondern übt einen eigenständigen, akademisierten Gesundheitsfachberuf aus. Wer den ärztlichen Beruf ausüben will, bedarf der Approbation als Arzt (§ 2 Abs. 1 Bundesärzteordnung); ein PA-Bachelor ersetzt sie nicht (gesetze-im-internet.de – § 2 BÄO, abgerufen 2026).

Die Bundesärzteordnung definiert die Ausübung des ärztlichen Berufs als Ausübung der Heilkunde unter der Berufsbezeichnung „Arzt" oder „Ärztin". Ein PA kann Diagnostik vorbereiten, delegierte Behandlungsschritte durchführen und dokumentieren; die medizinische Letztverantwortung trägt die überwachende Ärztin oder der überwachende Arzt. In der Praxis entlastet das vor allem das ärztliche Team, mit dem PAs am engsten zusammenarbeiten: Der PA-Beruf positioniert sich damit bewusst zwischen Pflege und Medizin, statt eine der beiden Rollen zu ersetzen.

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Welche Hochschulen bieten ein PA Medizin Studium in Deutschland an?

Ein PA Medizin Studium bieten in Deutschland aktuell 22 Hochschulen an, einige davon an mehreren Standorten (DGPA – Studium Physician Assistance, 2026). Die Modelle unterscheiden sich stärker, als der gemeinsame Abschluss vermuten lässt – Vollzeit, hybrid und berufsbegleitend stehen nebeneinander.

Vier Beispiele, direkt an den Hochschulen geprüft (Stand 18.08.2026):

HochschuleStudienformRegelstudienzeitZugang
Fliedner Fachhochschule DüsseldorfVollzeit, Präsenz7 Semester, 210 ECTSHochschulzugangsberechtigung
Hochschule FurtwangenVollzeit7 Semester, 210 ECTSHochschulzugangsberechtigung plus vierwöchiges Pflegepraktikum, Nachweis bis Ende des 1. Semesters
SRH University, Variante mit Vorausbildunghybrid, Präsenzblöcke in Heide6 Semester, 180 ECTSHochschulzugangsberechtigung plus abgeschlossene Gesundheitsfachausbildung mit direkter Patientenversorgung
Carl Remigius Medical School, Physician Assistance für Gesundheitsberufeberufsbegleitend, 7 Standorte10 Semester, davon 4 angerechnetHochschulzugangsberechtigung plus Berufsausbildung mit Erlaubnis zur Berufsausübung

Die Tabelle ist bewusst keine Vollständigkeitsliste: Standorte, Studienmodelle und Akkreditierungen ändern sich. Prüfe vor der Bewerbung immer Studien- und Prüfungsordnung sowie den Akkreditierungsstand direkt bei deiner Wunschhochschule. Ein reines Fernstudium zum Physician Assistant wird von der Bundesärztekammer ausdrücklich nicht anerkannt (BÄK, April 2025).

Welche Voraussetzungen brauchst du für ein PA Medizin Studium?

Für ein PA Medizin Studium brauchst du in der Regel die allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife. An 16 der 22 Hochschulen ist die Hochschulreife die einzige Zugangsvoraussetzung; einige Hochschulen setzen zusätzlich eine abgeschlossene Ausbildung in einem medizinischen oder medizinnahen Beruf voraus (DGPA, 2026).

Für den zweiten Weg listet die Bundesärztekammer die Ausbildungen, die als Zugangsvoraussetzung grundsätzlich anerkannt werden – darunter Pflegefachfrau/Pflegefachmann, Gesundheits- und Krankenpfleger:in, Medizinische:r Fachangestellte:r, Operationstechnische:r Assistent:in, Notfallsanitäter:in, Hebamme, Physiotherapeut:in und Medizintechnolog:in (BÄK, April 2025). Ob deine konkrete Ausbildung angerechnet wird, entscheidet trotzdem die einzelne Hochschule – kläre das schriftlich mit dem Zulassungsbüro, statt dich auf pauschale Aussagen zu verlassen.

Für primärqualifizierende Studiengänge, also Programme ohne vorherige Berufsausbildung, empfiehlt die Bundesärztekammer ein sechswöchiges Pflegepraktikum vor Studienbeginn, das durch ein Freiwilliges Soziales Jahr oder einen Bundesfreiwilligendienst im Gesundheitswesen abgegolten werden kann. Die Hochschule Furtwangen verlangt konkret ein vierwöchiges Pflegepraktikum, nachzuweisen bis zum Ende des ersten Semesters. Wer diesen Nachweis noch braucht, kann ihn zum Beispiel als Pflegepraktikum im Ausland an einem unserer Standorte ableisten – lass dir die Anerkennung vorher von deiner Hochschule bestätigen.

Finanziell gilt: An staatlichen Hochschulen fällt in der Regel keine Studiengebühr an, private Anbieter erheben die vollen Studienkosten. Plane diesen Unterschied früh ein und prüfe parallel Fördermöglichkeiten in unserem Guide zur Förderung für dein Auslandspraktikum.

Ablauf und Dauer im PA Medizin Studium: sechs bis acht Semester

Ein PA Medizin Studium dauert in Vollzeit sechs bis acht Semester, also drei bis vier Jahre. Die DGPA nennt für die deutschen Studiengänge „sechs oder acht Semester" (DGPA, 2026); daneben existieren siebensemestrige Vollzeit-Programme mit 210 ECTS, etwa an der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf und der Hochschule Furtwangen. Die Spanne ist also real und kein Rundungsfehler.

Der Unterschied hat System. Die Bundesärztekammer trennt zwei Wege:

  • Sekundärqualifizierend, mit vorheriger Ausbildung in einem Gesundheitsberuf: mindestens 180 ECTS.
  • Primärqualifizierend, ohne vorherige Ausbildung: soll von 180 ECTS (6 Semester) auf mindestens 210 ECTS (7 Semester) erweitert werden, damit grundlegende medizinische Kenntnisse vermittelt werden können (BÄK, April 2025).

Die patientennahen Praxisphasen verteilen die Hochschulen unterschiedlich über die Semester – als Blöcke, als volle Praxissemester oder als wiederkehrende Wochen pro Semester. Eine bundeseinheitliche Vorgabe dafür gibt es nicht. An der Hochschule Furtwangen liegen zum Beispiel zwei volle Praxissemester im dritten und fünften Semester, an der Fliedner Fachhochschule fallen ab dem zweiten Semester rund sieben Praxiswochen pro Semester an.

Wichtig für die Planung: Ein Staatsexamen wie im Medizinstudium gibt es im PA Medizin Studium nicht. Die Bundesärztekammer fordert eine bundesweit einheitliche Abschlussprüfung neben der Bachelorarbeit, setzt dafür aber eine bundeseinheitlich geregelte Ausbildungsordnung voraus, die es bislang nicht gibt (BÄK, April 2025). Prüfungsformen, Termine und Abgabefristen regelt deshalb allein die Prüfungsordnung deiner Hochschule.

Kannst du die Praxisphase im Ausland absolvieren?

Ja – wenn deine Hochschule sie anrechnet. Die Praxisphase ist der Teil im PA Medizin Studium, der sich am leichtesten ins Ausland verlegen lässt. Eine pauschale Anerkennungszusage gibt es nicht, und niemand kann sie dir seriös versprechen. Über die Anrechnung entscheidet ausschließlich deine Hochschule anhand ihrer Studien- und Prüfungsordnung. Ein Landesprüfungsamt wie im Medizinstudium ist für PA-Studierende nicht zuständig.

Kläre die Anrechnung deshalb immer vorab schriftlich, bevor du eine Auslandsphase bindend buchst. So gehst du vor:

  1. Studien- und Prüfungsordnung deiner Hochschule auf Regeln zu Auslandspraxisphasen prüfen: Mindestdauer, Fachrichtung, geforderte Nachweise.
  2. Zielklinik und Standort auswählen, etwa über die Standorte-Übersicht von travel4med.
  3. Schriftliche Vorab-Anerkennung beim Prüfungsausschuss beziehungsweise der Studiengangsleitung deiner Hochschule einholen – dort, nicht bei einer Behörde.
  4. Reise, Unterkunft, Auslandskrankenversicherung, Impfschutz und Versicherung organisieren.
  5. Nach der Rückkehr die geforderten Nachweise und Zertifikate fristgerecht bei deiner Hochschule einreichen.

Wie eine PA-Praxisphase inhaltlich aufgebaut ist, welche Grundlagenmodule du vorher bestanden haben musst und wie viel Vorlauf realistisch ist, liest du im Detail in unserem Guide Praxisphase PA im Ausland.

Praxisphase PA im Ausland planen? travel4med organisiert deine Praxisphase in Sri Lanka, Nepal, Bali oder Sansibar, inklusive Unterkunft und Vorbereitung vor Ort. Jetzt kostenlose Beratung sichern.

Hinweis zum PJ, nicht zur PA-Praxisphase: Falls du zusätzlich Medizin studierst oder unseren PJ-Guide aufrufst – für das Praktische Jahr ist Bali derzeit nicht anerkannt. Das Landesprüfungsamt NRW führt die Udayana University auf Bali seit dem 17.03.2026 bis auf Weiteres ohne Anerkennung (Bezirksregierung Düsseldorf, „PJ im Ausland – Liste für Studierende", Stand 28.05.2026). Für PA-Praxisphase, Pflegepraktikum, Famulatur und Hospitation bleibt Bali uneingeschränkt buchbar; ein PJ-Tertial planst du besser in Sri Lanka, Nepal oder Sansibar und lässt die Anerkennung vorab von deinem Landesprüfungsamt bestätigen.

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Was kostet eine PA-Praxisphase im Ausland?

travel4med bietet die Praxisphase PA im Ausland an vier Standorten mit transparenten Ab-Preisen an: Pokhara in Nepal ab 1.299 €, Galle auf Sri Lanka ab 1.499 €, Sansibar ab 1.599 € und Bali ab 1.699 € (travel4med – Praxisphase PA im Ausland, abgerufen 18.08.2026). Der Programmpreis deckt Organisation, Klinikplatz, Unterkunft und Betreuung vor Ort ab.

Nicht im Programmpreis enthalten sind Flug, Visum, Auslandskrankenversicherung und Impfungen; das gilt für alle vier Standorte gleichermaßen. Rechne diese Posten von Anfang an mit ein und prüfe parallel Fördermöglichkeiten – viele davon stehen auch Studierenden außerhalb der Humanmedizin offen. Eine Übersicht mit Antragswegen und Fristen findest du in unserem Guide zur Finanzierung deines Auslandspraktikums.

Erfahrungsberichte von Studierenden aus unseren Auslandsprogrammen liest du auf der Erfahrungsberichte-Seite, einen Überblick über alle vier Standorte auf der Standorte-Seite.

Wie viel verdient ein Physician Assistant nach dem Studium?

Die belastbare Quelle für PA-Gehälter in Deutschland ist der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit unter der Berufskennziffer 90902 („Arztassistent/in / Physician Assistant"). Er weist Median und Quartilsspannen für sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte aus, regional aufgeschlüsselt und regelmäßig aktualisiert (Entgeltatlas, 2026).

Wir nennen hier bewusst keine feste Zahl. Der Entgeltatlas aktualisiert seine Werte laufend, und eine im Blog eingefrorene Zahl wäre für dich zum Zeitpunkt deiner Gehaltsverhandlung schlicht veraltet. Öffne stattdessen den Entgeltatlas direkt und lies drei Werte ab: den Median als Mitte, das untere Quartil als realistische Einstiegsorientierung und das obere Quartil als Zielgröße mit Berufserfahrung. Ergänze anschließend den Regionalfilter für dein Bundesland.

Ein pauschaler Vergleich à la „PAs verdienen überdurchschnittlich" lässt sich ohne definierte Vergleichsgruppe nicht seriös belegen und wird hier deshalb nicht wiederholt. Belegbar ist: Trägerschaft, Tarifbindung, Bundesland, Fachabteilung und Berufserfahrung bewegen das Gehalt spürbar – frag im Bewerbungsgespräch konkret nach Tarifvertrag und Eingruppierung.

Persönliche Eigenschaften, die im PA Medizin Studium helfen

Das Kompetenzmodell der Bundesärztekammer beschreibt drei Dimensionen, die den Beruf tragen: Fachkompetenz (medizinisches Wissen, klinische Untersuchung, Unterstützung bei Diagnosestellung und Therapieplanung), Methodenkompetenz (evidenzbasiert entscheiden, Leitlinien anwenden, interdisziplinär arbeiten) und Sozialkompetenz (Kommunikation mit Patient:innen und Team, Beratung, Reflexion des eigenen Handelns) (BÄK, April 2025).

Übersetzt in den Alltag eines PA Medizin Studiums heißt das: Belastbarkeit im Schichtbetrieb, Freude an wechselnden Fachabteilungen, Genauigkeit in der Dokumentation und die Bereitschaft, im Team eine unterstützende Rolle auszufüllen. Wer sich in der Praxisphase schnell in neue Teams einfindet, hat einen klaren Vorteil – das gilt im Auslandseinsatz noch stärker als zu Hause.

Welche Weiterbildungen gibt es nach dem PA-Studium?

Nach dem Bachelor stehen konsekutive Masterprogramme offen, etwa Physician Assistance (M.Sc.) oder Programme im Bereich Medizin- und Versorgungsmanagement. Die Bundesärztekammer verweist in ihrem Positionspapier ausdrücklich auf Fortbildungen und Masterstudiengänge als Teil der weiteren Professionalisierung des Berufsbildes (BÄK, April 2025).

Nach dem PA Medizin Studium läuft ein großer Teil der Spezialisierung außerdem fachlich über die Abteilung, in der du arbeitest, und über die dort delegierten Tätigkeiten. Wer sich früh auf ein Fachgebiet festlegen möchte, profitiert von einem Master direkt im Anschluss; wer breit bleiben will, sammelt zunächst klinische Jahre in unterschiedlichen Bereichen.

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Wie sind die Berufsaussichten für Physician Assistants?

Die Bundesärztekammer bezeichnet Physician Assistance im April 2025 als „ein etabliertes Berufsbild im deutschen Gesundheitswesen" und beschreibt, dass sich PAs sowohl in der ambulanten als auch seit einigen Jahren in der stationären Versorgung etablieren. Die DGPA vertritt den Beruf seit 2008 als offizielle Interessenvertretung (DGPA – Über uns, 2026).

Wie das Delegationsmodell in der Ärzteschaft ankommt, zeigt eine Befragung unter Hausärztinnen und Hausärzten in Schleswig-Holstein: Von 1.538 versendeten Fragebögen kamen 577 zurück (Rücklauf 37,5 %), 470 waren vollständig ausgefüllt. 95,2 % der Befragten stimmten zu, dass Aufgabenverlagerung an nichtärztliches Personal Zeit spart – der höchste Zustimmungswert der Studie (Goetz, Kornitzky, Mahnkopf und Steinhäuser, BMC Family Practice, 2017). Die Studie war ausdrücklich regional angelegt und ist keine bundesweite Erhebung.

International ist der Beruf deutlich weiter. Rick und Ballweg berichteten bereits 2017 von über 100.000 PAs und vergleichbaren Berufsgruppen in mehr als 50 Ländern (Rick und Ballweg, The American Journal of Tropical Medicine and Hygiene, 2017). Aktuelle, bundesweite Bedarfsprognosen für PAs veröffentlicht derzeit keine offizielle Stelle frei zugänglich – deshalb verzichten wir hier bewusst auf Wachstumszahlen.

Häufig gestellte Fragen

Fazit

Ein PA Medizin Studium verbindet akademische Tiefe mit direkter Patientenversorgung, immer eingebettet in ein ärztlich geleitetes Team. Die drei Punkte, an denen sich Planung entscheidet, sind: die reale Studiendauer von sechs bis acht Semestern, die Grenze zwischen delegierbarer und höchstpersönlicher ärztlicher Leistung und die Tatsache, dass Prüfungen und Anrechnung allein deine Hochschule regelt – nicht eine Behörde.

Wer die Praxisphase mit internationaler Erfahrung verbinden möchte, findet bei travel4med vier Standorte für die PA-Praxisphase: Nepal, Sri Lanka, Sansibar und Bali (Praxisphase PA im Ausland, 2026). Für andere Auslandsformate gelten eigene Regeln und eigene Standortlisten – mehr dazu in unseren Guides zu Famulatur im Ausland und Praktisches Jahr im Ausland sowie im Hinweis oben. Vereinbare jetzt deine kostenlose Beratung und kläre deinen individuellen Weg ins PA Medizin Studium.

Quellen

  • Bundesärztekammer, Positionspapier "Physician Assistance – ein etabliertes Berufsbild im deutschen Gesundheitswesen", April 2025 - bundesaerztekammer.de (abgerufen 18.08.2026)
  • Deutsche Gesellschaft für Physician Assistants e.V. (DGPA), Studium Physician Assistance - pa-deutschland.de (abgerufen 18.08.2026)
  • Deutsche Gesellschaft für Physician Assistants e.V. (DGPA), Berufsbild - pa-deutschland.de (abgerufen 18.08.2026)
  • Deutsche Gesellschaft für Physician Assistants e.V. (DGPA), Über uns - pa-deutschland.de (abgerufen 18.08.2026)
  • Bundesärzteordnung (BÄO), § 2 - gesetze-im-internet.de (abgerufen 18.08.2026)
  • Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Beruf 90902 (Arztassistent/in / Physician Assistant) - web.arbeitsagentur.de (abgerufen 18.08.2026)
  • Goetz K, Kornitzky A, Mahnkopf J, Steinhäuser J, "At the dawn of delegation? Experiences and attitudes of general practitioners in Germany – a questionnaire survey", BMC Family Practice (2017) - pmc.ncbi.nlm.nih.gov (abgerufen 18.08.2026)
  • Rick TJ, Ballweg R, "Physician Assistants and the Expanding Global Health-Care Workforce", The American Journal of Tropical Medicine and Hygiene (2017) - pmc.ncbi.nlm.nih.gov (abgerufen 18.08.2026)
  • Fliedner Fachhochschule Düsseldorf, Physician Assistance B.Sc. - fliedner-fachhochschule.de (abgerufen 18.08.2026)
  • Hochschule Furtwangen, Physician Assistant (Bachelor) - hs-furtwangen.de (abgerufen 18.08.2026)
  • SRH University, Physician Assistant (mit Vorausbildung) B.Sc. - srh-university.de (abgerufen 18.08.2026)
  • Carl Remigius Medical School, Physician Assistance für Gesundheitsberufe B.Sc. - carl-remigius.de (abgerufen 18.08.2026)
  • Landesprüfungsamt für Medizin, Psychotherapie und Pharmazie, "PJ im Ausland - Liste für Studierende", Stand 28.05.2026 - Bezirksregierung Düsseldorf - brd.nrw.de (abgerufen 18.08.2026)
  • travel4med, Praxisphase PA im Ausland - travel4med.de (abgerufen 18.08.2026)